Unter den bekannten deutschen Schauspielerinnen nimmt Martina Gedeck einen besonderen Platz ein. Die gebürtige Münchnerin hat eine brillante Karriere in der Filmbranche aufgebaut. Wie gelang ihr der Erfolg? Warum wird sie von den Zuschauern geliebt? In welchen Filmen könnten Sie sie gesehen haben? All das erfahren Sie in unserem Beitrag auf munich-trend.eu.
Die Jugendjahre
Martina Gedeck wurde am 14. September 1961 in München geboren. Als älteste von drei Schwestern wusste sie früh, was Verantwortung bedeutet. Ihr Vater war Unternehmer, ihre Mutter Künstlerin. Letztere weckte in Martina die Leidenschaft für die Kunst, sodass ihre offensichtlichen schauspielerischen Talente von klein auf gefördert wurden.
Im Alter von elf Jahren zog Martina mit ihrer Familie nach Berlin. In der Hauptstadt eröffneten sich ihr neue Möglichkeiten, und schon bald wurde sie eingeladen, in lokalen Fernsehshows aufzutreten.
Nach dem Schulabschluss schrieb sich Gedeck an der Freien Universität Berlin ein, wo sie Germanistik und Geschichte studierte. Parallel dazu besuchte sie Schauspielkurse und Meisterklassen. Bereits vor ihrem Studienabschluss konnte sie mit Rollen in Filmen und Theaterproduktionen aufwarten. Ihr Bühnendebüt feierte sie im Theater „Am Turm“. Außerdem trat sie im „Deutsches Schauspielhaus“ auf und gastierte in Hamburg, Frankfurt und ihrer Heimatstadt München.
Der Aufstieg in die Welt des Films
1994 erschien die Komödie „Vielleicht, vielleicht auch nicht“, in der Martina Gedeck eine Rolle übernahm. Der Film fand großen Anklang beim deutschen Publikum und brachte sowohl der Regisseurin Sönke Wortmann als auch der Nachwuchsschauspielerin große Popularität.
1997 spielte Gedeck die Rolle der Lilo in Wolfgang Beckers Film „Das Leben ist eine Baustelle“. Diese Rolle festigte ihren Ruf als talentierte Schauspielerin, und sie erhielt großes Lob von Zuschauern und Filmkritikern. Im selben Jahr wurde sie für ihre Darstellung einer Kellnerin in Helmut Dietls Film mit dem Deutschen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet.
In den folgenden Jahren trat sie in zahlreichen Spielfilmen auf, gewann verschiedene Filmpreise und etablierte sich als eine der besten Schauspielerinnen Deutschlands.
Doch Martina strebte nach internationalem Ruhm und verfolgte dieses Ziel entschlossen. Einen echten Durchbruch erlebte sie 2001 mit ihrer Rolle in dem Drama „Bella Martha“. Ihre Darstellung einer arbeitsbesessenen Köchin brachte ihr eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis, den Preis des Verbandes der deutschen Filmkritik sowie den Deutschen Filmpreis für herausragende Leistungen.
Eine der erfolgreichsten Arbeiten von Martina Gedeck ist der Film „Das Leben der Anderen“ aus dem Jahr 2006, der mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde.

In den darauffolgenden Jahren trat Martina in Filmen an der Seite von Matt Damon, Robert De Niro und anderen herausragenden Schauspielern auf. 2013 wurde sie in die Jury der Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen.
Privatleben und politisches Engagement
Martina Gedecks Interessen beschränken sich nicht nur auf die Schauspielerei. Sie engagiert sich aktiv im politischen Leben Deutschlands. 2010 wurde sie vom Landtag Nordrhein-Westfalens als eine der Vertreterinnen für die Bundesversammlung gewählt.
Ihr Privatleben verlief allerdings tragisch: Sie war lange mit dem Schauspieler Ulrich Wildgruber liiert, der jedoch Selbstmord beging. Ulrich litt an einer Herzerkrankung und hatte große Schwierigkeiten, sich damit abzufinden, nicht mehr auf der Theaterbühne stehen zu können. Martina brauchte lange, um diesen Verlust zu verarbeiten. Später fand sie jedoch erneut Liebe: Ihr Partner wurde der Schweizer Regisseur Markus Imboden.
Martina Gedeck hat ihren eigenen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin. Zuschauer kennen und lieben ihre Filme. Sie hat es geschafft, ihre Kindheitsträume zu verwirklichen.






