Die Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) ist eine der bekanntesten und renommiertesten Ausbildungsstätten für Film in Europa. Hier haben weltbekannte Regisseure, Kameraleute und Drehbuchautoren studiert und gearbeitet. Die HFF ist ein wahres Zentrum der Kreativität und professionellen Exzellenz. In diesem Artikel erzählen wir die Geschichte der Hochschule und beleuchten ihre Rolle in der modernen Filmindustrie. Weiter auf munich-trend.eu.
Die Vorgeschichte
Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in München das Bedürfnis, die Kultur wiederzubeleben. Zur gleichen Zeit bildete sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Gruppe von Studenten, die sich für das Kino interessierten. Es handelte sich um den Arbeitskreis Film am Institut für Zeitungswissenschaft, der auch als die „studentischen Filmfreunde“ bekannt war. Neben dieser Filmgemeinschaft existierte in der Stadt ein Filmstudio – das Studio für Filmkunst in der Occamstraße in Schwabing.
Im Jahr 1954 wurde auf Initiative von Eberhard Hauff das Institut für Filmwissenschaft eröffnet, das aus den „studentischen Filmfreunden“ hervorging. Das Institut war nach universitären Prinzipien organisiert. Seine Gründung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt.
Mit der Weiterentwicklung des Fernsehens in den 1950er Jahren gewann dieses Medium zunehmend an akademischer Bedeutung. 1956 begannen im Institut für Filmwissenschaft Gespräche über die zukünftige Gründung eines Vereins unter dem Namen „Deutsches Institut für Film und Fernsehen“ (DIFF). Im selben Jahr wurde der Status des neuen Instituts genehmigt, doch es existierte nur kurze Zeit.
Im Jahr 1958 kam es am Institut zu einem massiven Studentenprotest. Dies war die erste studentische Protestbewegung im Nachkriegsdeutschland, vier Jahre vor den Schwabinger Krawallen. Die Studenten demonstrierten gegen die neue Leitung des Instituts. Diese Ereignisse führten noch im selben Jahr zur Auflösung des Vereins. 1959 nahm der Verein seine Arbeit jedoch wieder auf, allerdings in neuer Form.
Die Gründung der Hochschule für Fernsehen und Film
Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) ging aus dem reorganisierten DIFF hervor und wurde 1967 offiziell in der Aula der Akademie der Bildenden Künste eröffnet. Zum ersten Präsidenten der Hochschule wurde Otto B. Roegele ernannt – der damalige Professor für Zeitungswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Der Standort der Hochschule

Bis 1988 befand sich die Münchner Filmhochschule in der Kaulbachstraße und der Ohmstraße. Aufgrund des begrenzten Platzes fanden Unterricht und Filmproduktionen oft an anderen Orten statt. Später zog die Hochschule in eine umgebaute ehemalige Fabrik in der Frankenthaler Straße nahe dem Bahnhof München-Giesing. Dies verbesserte die Bedingungen erheblich.
Ende der 1990er Jahre wurde klar, dass auch dieser Standort den Bedürfnissen der stetig wachsenden Universität nicht mehr gerecht werden konnte. Am 14. November 2007 wurde der Grundstein für den Neubau der HFF im Münchner Kunstareal gelegt. Die Hochschule teilt sich ein Gebäude mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst. Die offizielle Eröffnung fand am 7. Mai 2012 statt.
Die Rolle der Filmhochschule im deutschen Kino
Heute gehört die Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) zu den sieben wichtigsten Ausbildungsstätten für Film und Fernsehen in Deutschland, die Mitglied im internationalen Filmhochschulverband (CILECT) sind. Seit dem ersten Studienjahr 1967 hat die Hochschule viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht, die in verschiedenen Positionen der Medienbranche erfolgreich waren. Zu ihnen gehören: Franz Xaver Bogner, Max Färberböck, Friedemann Fromm, Philip Gröning, Tim Trageser, Daniel Sponsel und viele weitere. Einige von ihnen wurden bereits während ihres Studiums bekannt.
Einer der Absolventen der Filmhochschule ist Bernd Eichinger, der hier in den 1970er Jahren Regie studierte. Später wurde er zu einem der bedeutendsten deutschen Filmproduzenten und feierte weltweite Erfolge. Bernd Eichinger verkörperte das Konzept des Creative Producing; zudem war er ein hervorragender Ideenentwickler und hatte stets das beste Gespür für die ideale Besetzung. Ihm zu Ehren benannte die Filmhochschule den Platz an der Gabelsbergerstraße in Bernd-Eichinger-Platz um.
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