Robert Dölle ist einer der interessantesten Theaterschauspieler im heutigen Deutschland. Sein Name ist eng mit München und den wichtigsten Bühnen des Landes verbunden. Dölles Schauspielkunst zeichnet sich durch feinsinnige Psychologie und Zurückhaltung aus. In diesem Artikel stellen wir Ihnen seinen künstlerischen Werdegang und seinen Beitrag zur Entwicklung des deutschen Theaters vor. Mehr dazu auf munich-trend.eu.
Leben und Karriere
Robert Dölle wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Seine Eltern waren vor dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in die Tschechoslowakei aus Prag nach Deutschland geflohen. Nach dem Schulabschluss studierte Dölle für kurze Zeit Amerikanistik, bevor er sich an der Otto-Falckenberg-Schule in München einschrieb. Diese Kunsthochschule gehört zu den renommiertesten in Europa. Dank dieser Schule erhielt er eine exzellente professionelle Grundausbildung. Er studierte dort von 1993 bis 1996. Bereits während seines Studiums zeigte er sich als sensibler und tiefgründiger Schauspieler, der sich für komplexe Rollen interessierte.
Nach seiner Ausbildung begann Dölle an einem der bekanntesten Theater der Stadt zu arbeiten – den Münchner Kammerspielen. Dort waren Dieter Dorn und Peter Zadek seine Intendanten. Zwischen 1999 und 2001 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, kehrte jedoch 2001 an die Münchner Kammerspiele zurück. 2006 spielte Dölle in der Inszenierung von „Siegfrieds Frauen“ bei den legendären Nibelungenfestspielen in Worms. Seit 2019 ist Robert Dölle Teil des Ensembles am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Genau in München begann Dölles aktive Schauspielkarriere. Hier entwickelte er sich als Künstler, und man kann sagen, dass die Stadt für Dölle zu einer zweiten Heimat wurde.
Robert Dölle verkörpert Charaktere, die einen tiefen Eindruck beim Zuschauer hinterlassen. In seinem Spiel verbindet er harmonisch seine natürliche Verletzlichkeit mit innerer Anspannung. Selbst Nebenrollen werden in seiner Darstellung zu Hauptfiguren. Er arbeitet stets brillant mit dem Text und verwandelt komplexe Monologe in verständliche und lebendige Darbietungen. Er spielt recht zurückhaltend, doch dieser minimalistische Stil ist oft weitaus wirkungsvoller als übermäßige Expressivität. Dölle bleibt dabei immer sehr elegant.
Karriere in Film und Fernsehen

Seit 2002 ist der Schauspieler auch in Film und Fernsehen tätig. 2004 spielte er beispielsweise die Rolle des August Iffland im Film „Schiller“. Eine weitere wichtige Arbeit ist seine Mitwirkung im deutschen Kinderfilm „TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine“. Seit 2015 spielt der Schauspieler den Hauptkommissar Ralf Eisner in der Krimiserie „Die Füchsin“. Seit 2021 ist er sogar in der japanischen Anime-Serie „One Piece“ zu hören.
Seit 2014 arbeitet Dölle auch als Sprecher für Hörfunk und Fernsehen. Er arbeitet viel mit dem bekannten Hörspielregisseur Walter Adler zusammen, der umfangreiche, mehrstündige Hörspiele inszeniert. Dölle sprach beispielsweise den französischen Politiker Georges Danton in einer 13-stündigen Produktion über die Französische Revolution. Das war eine sehr anspruchsvolle, aber interessante Arbeit.
Obwohl das Theater der Hauptschaffensraum für Dölle bleibt, beeindruckt auch seine Leistung auf der Leinwand. Dabei strebt er nicht nach großem kommerziellen Erfolg, sondern wählt nur tiefgründige und interessante Rollen aus.
Auszeichnungen
Im Jahr 2021 wurde der Schauspieler mit dem „AZ-Stern des Jahres“ für seine Rolle im Stück „Finsternis“ ausgezeichnet. 2023 erhielt Dölle den Kurt-Meisel-Preis vom Residenztheater. Er wurde für „herausragende Leistungen in einem breiten Spektrum von Rollen“ geehrt. 2024 erhielt der Schauspieler die wichtige Auszeichnung „Bayerischer Staatsschauspieler“.
Robert Dölle ist ein Schauspieler, dessen Name bereits fest in der Geschichte des bayerischen Theaterlebens verankert ist. Sein Beitrag zur Entwicklung der Kultur ist eine wahre Inspiration für neue Generationen von Schauspielern. Dölles Weg ist der eines Menschen, der dem Theater treu ergeben ist und seine Arbeit respektiert.





