Geschichte der Bayerischen Staatsoper in München

Die Bayerische Staatsoper (Bayerische Staatsoper) ist eine der führenden Opernbühnen Deutschlands, die ihren Sitz in München hat. Ihre Geschichte begann mit einer Truppe, die in der Epoche der italienischen Oper gegründet wurde. Seit 1753 fanden Opernaufführungen hauptsächlich im Cuvilliés-Theater statt. Seit 1818 dient das Nationaltheater als Hauptspielstätte der Bayerischen Staatsoper. Für einige Zeit war das Prinzregententheater das Hauptquartier des Ensembles. Mehr dazu auf munich-trend.eu.

Anfänge

Die Operntruppe Bayerns nahm ihren Anfang im Jahr 1653 während der Blütezeit der italienischen Oper. Kurfürst Ferdinand Maria richtete ein Theater im Herkulessaal der Münchner Residenz ein, wo für die Mitglieder des Hofes die besten italienischen Opern aufgeführt wurden.

Ferdinand Maria, der dem Plan seines Vaters Maximilian I. folgte, ließ ein eigenes Opernhaus namens Haberkasten am Salvatorplatz errichten. Die Opern jener Zeit basierten oft auf Mythen und verwendeten allegorische Figuren, um den Herrscher und seinen Hof zu ehren.

Anfänge im Cuvilliés-Theater

Seit 1753 wurden Münchner Opernaufführungen überwiegend im Cuvilliés-Theater (Residenztheater) aufgeführt, das sich auf dem Gelände der Münchner Residenz befindet. Mit einer drehbaren Bühne und regulierbaren Kabinen, die bei Feierlichkeiten horizontal ausgerichtet werden konnten, galt das Theater als technische Meisterleistung.

Speziell für die bayerische Hauptstadt wurde der damals 19-jährige österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart beauftragt, die Oper La finta giardiniera zu schreiben, deren Premiere im Januar 1775 stattfand. 1781 feierte auch Mozarts Oper Idomeneo hier ihre Weltpremiere.

Ursprünglich war das Opernhaus ausschließlich für den Hof bestimmt, doch 1797 erhielt das Cuvilliés-Theater den Status eines königlichen und zugleich nationalen Theaters, was die deutsche Oper für alle Menschen zugänglich machte, unabhängig von ihrem Status. Nach und nach wurden mythologische Themen durch Geschichten aus dem Alltag ersetzt. Neuartige Opernformen wie die französische Revolutionskomödie und das Singspiel aus Wien und Leipzig wurden eingeführt. Das Singspiel kombinierte Gesang und Dialoge.

Kunst und Politik im frühen 19. Jahrhundert

Maximilian I., der von 1799 bis 1806 als Kurfürst und anschließend als König von Bayern regierte, prägte die künstlerischen und politischen Trends. 1802 zog die Hof-National-Schaubühne vom Haberkasten am Salvatorplatz in das Cuvilliés-Theater und wurde in Churfürstliches Hoftheater umbenannt.

1806 feierte der französische Kaiser Napoleon Bonaparte in München die Erhebung Bayerns zum Königreich. Zu diesem Anlass wurden die Opern Das unterbrochene Opferfest von Peter von Winter und Mozarts Don Giovanni aufgeführt.

Während der Herrschaft von König Ludwig I. wurde das Ensemble des Cuvilliés-Theaters aufgelöst, und das Gebäude diente zeitweise als Lager. König Maximilian II. konnte den kulturellen Status des Theaters wiederherstellen.

Das Theater wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch die Stadt errichtete auf seinem Fundament ein neues Gebäude – das Neue Residenztheater. 1956 wurde beschlossen, das alte Residenztheater (Altes Residenztheater) an einem anderen Ort wieder aufzubauen. Es wurde 1958 anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums mit Mozarts Die Hochzeit des Figaro wiedereröffnet. Dabei wurde es zu Ehren des Architekten François de Cuvilliés in Cuvilliés-Theater umbenannt.

Hauptspielstätte der Bayerischen Oper

1792 ließ der damalige bayerische Kurfürst Karl Theodor neben dem Residenztheater am Max-Joseph-Platz das Nationaltheater errichten, das seit 1818 die Hauptspielstätte der Bayerischen Staatsoper sowie des Bayerischen Staatsorchesters und -balletts ist. Der Saal fasst 2100 Plätze.

Nach einem Brand am 14. Januar 1823 wurde das Theater komplett zerstört. Die Stadt München finanzierte den Wiederaufbau, der innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen war. Im Januar 1825 wurde das Nationaltheater erneut eröffnet.

Die Regentschaft König Ludwigs I. leitete eine neue Ära für die Münchner Oper ein. Der König schloss das Volkstheater am Isartor und löste die italienische Oper endgültig auf, wodurch neue europäische Trends Einzug hielten.

Verbindung mit Richard Wagner

Die Ära von König Ludwig II. war eng mit dem Namen Richard Wagner verbunden. Der junge König war von Wagners Oper Lohengrin fasziniert und holte den Komponisten nach München. Obwohl ihre Freundschaft politisch kontrovers war, brachte sie der Münchner Oper neue Höhepunkte. Vier Wagner-Opern erlebten hier ihre Premiere.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Nationaltheater erneut zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten dauerten bis 1963 und kosteten 62 Millionen Mark. Währenddessen war die Oper im Prinzregententheater untergebracht.

Münchner Opernfestival und Prinzregententheater

Seit 1867 findet in München das Opernfestival statt. Das Festival benötigte einen eigenen Veranstaltungsort, weshalb 1901 das Prinzregententheater eröffnet wurde. Von 1944 bis 1963 diente es als Hauptspielstätte der Bayerischen Staatsoper. Heute findet das Festival jährlich von Ende Juni bis Ende Juli statt.

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